Kommentar zu Russland bittet um UNO-Sondersitzung

Tagesanzeiger vom 14.4.2014

 

“Kiew werde es Russland nicht erlauben, «das Krim-Szenario im Osten der Ukraine zu wiederholen».”

Es handelt sich eher um «das Maidan-Szenario» und Kiew wird es nicht erlauben, dass sich das Kiew-Szenario wiederholt.

Während der Westens die Ukrainische Regierung unter Janukowitsch zum Gewaltverzicht aufgerufen hat, fordert Didier Burkhalter “alle Seiten [auf,] das Gewaltmonopol des Staates [zu] respektieren, obwohl die derzeitige Regierung nicht einmal legal ist. Dass die neue Regierung diese Aufstände provoziert, indem die Minderheitenrechte der ethnischen Russen nicht geachtet werden und eine föderalistische Lösung abgelehnt wird, wird auch nicht erwähnt

“Spezialtruppe von bis zu 12’000 Menschen solle aus örtlichen Freiwilligen gebildet werden”

Wohl aus Svoboda-Anhängern und anderen Neo-Nazis? Wenn die ukrainische Armee nicht für Stabilität sorgen kann, wären zumindest UN-Truppen eine Möglichkeit, vorübergehend diese Aufgabe zu übernehmen.

“«russische Sondereinheiten und Saboteure», die Unruhen zu säen”

Qui bono1?

Während der Krim für Russland strategisch von höchster Bedeutung, ja unabdingbar war (einziger eisfreier Hafen), ist die restliche Ukraine strategisch nicht besonders wichtig. Für den Westen wäre jedoch ein Einmarsch Russland in die Ostukraine ein wunderbarer Beweis für deren Niederträchtigkeit. Da Putin zeigen muss, dass er ethnische Russen schützt, wäre ein Aufstand im Osten ein Desaster und brächte Putin in Zugzwang.

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1Wem nützt es?

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